Karin Kuffer - Keramik & Bronze
Aegidius_2
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Aegidius_3
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Aegidius_Bronzerelief_2
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Aegidiusrelief_1
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Bildstock_Aegidius
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"Alle Streite und Feindseligkeiten waren eingestellt, alles atmete Freude und Lust am Leben" Der älteste und größte Jahrmarkt der Hallertau, der "Gillamoos", öffnet traditionell am Donnerstag vor dem ersten Septembersonntag seine Pforten. Das Markttreiben und das bunte Unterhaltungsprogramm lockt nicht nur die Abensberger Bevölkerung auf die Gillamooswiesn, sondern stellt einen Anziehungspunkt für die ganze Region dar. Über 200.000 Besucher strömen in den 5 Tagen in das "Nördliche Tor zur Hallertau", wie Abensberg auch genannt wird. Jedes Jahr fragen viele Leute nach der Bedeutung und Herkunft des Namens Gillamoos. Das kann mit dem Marterl das 2007 auf der Gillamooswiese aufgestellt wurde, erklärt werden. Der Ursprung des Jahrmarkts bildete die Wallfahrt zum Hl. Ägidius, bzw. St. Gilg. Den Hintergrund des Bronzereliefs bildet eine Abensberg-Ansicht von 1590 aus der Münchner Residenz, auf der  die Straße zum Abenstor hinaus auf die Kälberötz vor dem Stadttor zu sehen ist. Mit einer Rechnung von 1584 ist der Gillamoos erstmals auf dieser Wiese dokumentiert. Früher war der Markt beim Gillahof,  1,5 km westlich. So ist es auf dem Fundamentsockel angemeißelt. Die Darstellung zeigt im Zentrum des Reliefs den Hl. Ägidius, wie er die Hand zur Versöhnung ausstreckt. Der Legende nach hatte ihn der Westgotenkönig Wamba mit einem Pfeil verletzt, als dieser die Hirschkuh jagte, die den Einsiedler mit ihrer Milch genährt hatte. Die drei Lilien am rechten Bildrand beziehen sich auf eine weitere Legende. Die Texte stammen aus dem Buch von Hanns Schwarz "Abensberg, meine Heimat" von 1927. Die Taube oben ist das Symbol für Frieden. Das Relief wurde um Auftrag der Brauerei Kuchlbauer in Ton modelliert und anschließend in Bronze gegossen. Der Standort des Marterls ist gleich neben dem Kuchlbauer-Weißbierstadl.